empfehlungsgebrubbel
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Naabend, Frau Manati. Man hat mir empfohlen, mich mit dir zu unterhalten. Und stell dir vor - außerdem noch, dass wir dabei 1-2 Flaschen Rotwein niedermachen sollen.
Gute Güte - wer empfiehlt denn sowas?
Jemand, der der Ansicht ist, dies wäre bei uns Usus. Oder aber - das vermute ich eher - puplikumsträchtigen Eindruck erwecken will, dass dem so sei.
Also mal wieder eine Charakterdebatte. *seufz*
Jepp. Und soll ich dir was sagen? Charakterdebatten sind und bleiben abgrundtief öde.
Du hast schon mehr als eine erlebt?
Kannst du aber annehmen. Überall, wo Menschen beteiligt sind, die meinen, es ginge im Leben um Rang und Namen, sind Charakterdebatten nur eine Frage der Zeit. Zumindest dann, wenn sich jene Position gegenüber sehen, die mehr Wert auf Gehalt denn auf Prestige legt.
Und wie gehst du mit dieser Art 'Gruppendynamik' um?
Ihr Name ist Legion und ebenso oft hab ich mich ihr schon verweigert. Wer meint, er bräuchte solche Haltung, um sich sicher zu fühlen, dem gönn ich die scheinbare Erfüllung seines Bedürfnisses. Mit mir hat solches Spiel jedoch nichts zu tun.
Weißt du, was mir dazu einfällt? Irgend ein kluger Kopf sagte mal, die Politik kranke am Fehlen eben jener Menschen, die Skrupel hätten, Politik zu betreiben.
So ist es. Deshalb sehe ich keinerlei Veranlassung, mich zu korrumpieren. Denk mal an die Hinterhofschöler. Es gibt viele darunter, denen ich temporär stärkend unter die Arme greife. Tu ich gern - im Bewusstsein, dass es Grenzen hat. Und es gibt einige, die wirklich profitieren - weil sie selbst es wollen und in mir jemanden finden, der sie dabei nach besten Kräften unterstützt. Daraus den Anspruch abzuleiten, ich könnte das Leben für's Gros grundlegend ändern, wäre plumpe Propaganda. So funkt das nicht auf dieser Welt. Wem an handfester Verbesserung liegt, der baut auf Realitätssinn und nicht auf emotionslastige Scheingefechte. Charakterdebatten zehren ausschließlich von letzteren. Sich so auf sie einzulassen, wie sie versuchen es vorzugeben, bedeutet seine Integrität zu verkaufen. Ohne Wenn und Aber.
Worin siehst du deine Aufgabe?
Och, das ist ganz einfach, weil klar überschaubar. Ich tu, was ich tu nach bestem Wissen und Gewissen. Und darum mit nicht unerheblicher Kompetenz. Da mir Rang und Namen am zarten Arsch vorbeigehen und es überall genug Handlungsbedarf gibt, werde ich nie arbeitslos. Wo ich bin, dort bin ich am richtigen Platz. Inhaltlich ernte ich jede Menge Früchte, formale sind und bleiben sekundär.
Und was gibt dein Wissen und Gewissen vor?
Das Wissen sagt: es gibt keinen Ort auf dieser Welt, an dem nicht Wasser des Lebens sprudelt. Des weiteren: wer diesem Ansatz folgt, der findet unweigerlich Wasser. Nicht pauschal überall - manche Quellen sind einfach zu tief - aber dank nicht nachlassender Suche an sehr vielen Stellen. Und gefundene Quellen kommen ausnahmslos allen zugute.
Das Gewissen sagt: Such Wasser - es gibt keine wichtigere Aufgabe. Und vertrau darauf, dass ganz viele Wasser suchen. Weil ausnahmslos alle es brauchen. Gemeinsam kann man es finden, gemeinsam davon leben. Wassersucherdiplome jedweder Art sind dagegen nur Beiwerk, das man sich allenfalls an die Wand heften kann. Entscheidend ist Wasser finden und Brunnen bauen.
Mach dir nichts vor - im Hinterhof und nicht nur dort bist du eine tragende und treibende Kraft bei der Wassersuche. Bedeutet dir das nichts?
Doch, es bedeutet mir viel. Zum einen die Freude darüber, dass mein Tun nicht nur inhaltlich, sondern auch offensichtlich Früchte trägt. Zum anderen liebe ich die Verantwortung. Ich gehe gern in dem auf, was ich tue. Und immer noch ein Stückchen weiter: auf den Weg bringen, möglich machen, nicht nur träumen, sondern tatkräftig realisieren - darauf und dazu steh ich. Was nutzen die schönsten Träume, wenn sie nicht Wirklichkeit werden? Man muss es einfach nur angehen, dann passiert auch was. Ein sehr befriedigendes und motivierendes Gefühl, zu erleben, dass etwas passiert, das allen Beteiligten bekommt.
Womit wir wieder beim Thema Führungsqualität wären. Du kannst sie nicht leugnen, egal, wie nonchallante du sie händelst.
Tu ich auch gar nicht. Der Witz ist nur der: ich brauche kein Aushängeschild, um zu tun, was ich tue. Sollte ich jemals eines kriegen, dann für das, was längst Wirklichkeit ist - der Unterschied zwischen Frucht und Versprechen. So einfach.
Spart eine Menge zwanghaft ehrgeizigen Stress, möcht ich meinen.
Du sagst es - Konzentration auf's Wesentliche. Mit aller Freude der inneren Überzeugung. Und Charakterdebatten sollen die führen, die meinen, nichts Wichtigeres zu tun zu haben. A propos - ich brauche noch ein Arbeitsblatt für morgen. Eins, das möglichst viel von dem enthält, was wir während der letzten Wochen abgegrast haben. Viel mehr können wir nicht mehr tun. Mir fällt einfach kein Thema mehr ein, das wir noch nicht beackert haben. Noch Pi mal Daumen drei Wochen Vertiefung, dann kann diese vermaledeite Prüfung gern stattfinden. Dann muss sie stattfinden, weil die Schöler sonst unterm Spannungsbogen zusammenkrachen.
Was für angenehme Sorgen ..... und anderswo wird derweil spekuliert, wieviel Rotwein du brauchst, um so zu sein, wie du von Natur aus bist ..... nee, wat poussierlich.
Wenn die Prüfung durch ist, können wir ja mal gucken, wieviel davon wir vertragen. Oder lieber nicht, wird einem nur schlecht davon. Aber Schlekt ist dann fällig - sachichdir ...... :o))
Naabend, Frau Manati. Man hat mir empfohlen, mich mit dir zu unterhalten. Und stell dir vor - außerdem noch, dass wir dabei 1-2 Flaschen Rotwein niedermachen sollen.
Gute Güte - wer empfiehlt denn sowas?
Jemand, der der Ansicht ist, dies wäre bei uns Usus. Oder aber - das vermute ich eher - puplikumsträchtigen Eindruck erwecken will, dass dem so sei.
Also mal wieder eine Charakterdebatte. *seufz*
Jepp. Und soll ich dir was sagen? Charakterdebatten sind und bleiben abgrundtief öde.
Du hast schon mehr als eine erlebt?
Kannst du aber annehmen. Überall, wo Menschen beteiligt sind, die meinen, es ginge im Leben um Rang und Namen, sind Charakterdebatten nur eine Frage der Zeit. Zumindest dann, wenn sich jene Position gegenüber sehen, die mehr Wert auf Gehalt denn auf Prestige legt.
Und wie gehst du mit dieser Art 'Gruppendynamik' um?
Ihr Name ist Legion und ebenso oft hab ich mich ihr schon verweigert. Wer meint, er bräuchte solche Haltung, um sich sicher zu fühlen, dem gönn ich die scheinbare Erfüllung seines Bedürfnisses. Mit mir hat solches Spiel jedoch nichts zu tun.
Weißt du, was mir dazu einfällt? Irgend ein kluger Kopf sagte mal, die Politik kranke am Fehlen eben jener Menschen, die Skrupel hätten, Politik zu betreiben.
So ist es. Deshalb sehe ich keinerlei Veranlassung, mich zu korrumpieren. Denk mal an die Hinterhofschöler. Es gibt viele darunter, denen ich temporär stärkend unter die Arme greife. Tu ich gern - im Bewusstsein, dass es Grenzen hat. Und es gibt einige, die wirklich profitieren - weil sie selbst es wollen und in mir jemanden finden, der sie dabei nach besten Kräften unterstützt. Daraus den Anspruch abzuleiten, ich könnte das Leben für's Gros grundlegend ändern, wäre plumpe Propaganda. So funkt das nicht auf dieser Welt. Wem an handfester Verbesserung liegt, der baut auf Realitätssinn und nicht auf emotionslastige Scheingefechte. Charakterdebatten zehren ausschließlich von letzteren. Sich so auf sie einzulassen, wie sie versuchen es vorzugeben, bedeutet seine Integrität zu verkaufen. Ohne Wenn und Aber.
Worin siehst du deine Aufgabe?
Och, das ist ganz einfach, weil klar überschaubar. Ich tu, was ich tu nach bestem Wissen und Gewissen. Und darum mit nicht unerheblicher Kompetenz. Da mir Rang und Namen am zarten Arsch vorbeigehen und es überall genug Handlungsbedarf gibt, werde ich nie arbeitslos. Wo ich bin, dort bin ich am richtigen Platz. Inhaltlich ernte ich jede Menge Früchte, formale sind und bleiben sekundär.
Und was gibt dein Wissen und Gewissen vor?
Das Wissen sagt: es gibt keinen Ort auf dieser Welt, an dem nicht Wasser des Lebens sprudelt. Des weiteren: wer diesem Ansatz folgt, der findet unweigerlich Wasser. Nicht pauschal überall - manche Quellen sind einfach zu tief - aber dank nicht nachlassender Suche an sehr vielen Stellen. Und gefundene Quellen kommen ausnahmslos allen zugute.
Das Gewissen sagt: Such Wasser - es gibt keine wichtigere Aufgabe. Und vertrau darauf, dass ganz viele Wasser suchen. Weil ausnahmslos alle es brauchen. Gemeinsam kann man es finden, gemeinsam davon leben. Wassersucherdiplome jedweder Art sind dagegen nur Beiwerk, das man sich allenfalls an die Wand heften kann. Entscheidend ist Wasser finden und Brunnen bauen.
Mach dir nichts vor - im Hinterhof und nicht nur dort bist du eine tragende und treibende Kraft bei der Wassersuche. Bedeutet dir das nichts?
Doch, es bedeutet mir viel. Zum einen die Freude darüber, dass mein Tun nicht nur inhaltlich, sondern auch offensichtlich Früchte trägt. Zum anderen liebe ich die Verantwortung. Ich gehe gern in dem auf, was ich tue. Und immer noch ein Stückchen weiter: auf den Weg bringen, möglich machen, nicht nur träumen, sondern tatkräftig realisieren - darauf und dazu steh ich. Was nutzen die schönsten Träume, wenn sie nicht Wirklichkeit werden? Man muss es einfach nur angehen, dann passiert auch was. Ein sehr befriedigendes und motivierendes Gefühl, zu erleben, dass etwas passiert, das allen Beteiligten bekommt.
Womit wir wieder beim Thema Führungsqualität wären. Du kannst sie nicht leugnen, egal, wie nonchallante du sie händelst.
Tu ich auch gar nicht. Der Witz ist nur der: ich brauche kein Aushängeschild, um zu tun, was ich tue. Sollte ich jemals eines kriegen, dann für das, was längst Wirklichkeit ist - der Unterschied zwischen Frucht und Versprechen. So einfach.
Spart eine Menge zwanghaft ehrgeizigen Stress, möcht ich meinen.
Du sagst es - Konzentration auf's Wesentliche. Mit aller Freude der inneren Überzeugung. Und Charakterdebatten sollen die führen, die meinen, nichts Wichtigeres zu tun zu haben. A propos - ich brauche noch ein Arbeitsblatt für morgen. Eins, das möglichst viel von dem enthält, was wir während der letzten Wochen abgegrast haben. Viel mehr können wir nicht mehr tun. Mir fällt einfach kein Thema mehr ein, das wir noch nicht beackert haben. Noch Pi mal Daumen drei Wochen Vertiefung, dann kann diese vermaledeite Prüfung gern stattfinden. Dann muss sie stattfinden, weil die Schöler sonst unterm Spannungsbogen zusammenkrachen.
Was für angenehme Sorgen ..... und anderswo wird derweil spekuliert, wieviel Rotwein du brauchst, um so zu sein, wie du von Natur aus bist ..... nee, wat poussierlich.
Wenn die Prüfung durch ist, können wir ja mal gucken, wieviel davon wir vertragen. Oder lieber nicht, wird einem nur schlecht davon. Aber Schlekt ist dann fällig - sachichdir ...... :o))
Sun-ray - 6. Mai, 22:39
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