hallo wach
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Es ist faszinierend, ausgerechnet dort involvierte Zeugin eines sich fortentwickelnden Lügenprozesses zu sein, wo man vertraut. Natürlich ist es auch verletzend, sehr sogar. Aber Verletztfühlen fällt grundsätzlich unter hausinterne Herausforderungen, die nur auf persönlichster Ebene interessant sind. Die Betrachtung von Prozessmechanismen und das Erkennen damit einhergehender Zusammenhänge ist da sehr viel ergiebiger.
Gilt in besonderem Maß, wenn der Lügenprozessor ein Mensch ist, der a) glaubt, dass er nicht lügt, sondern allenfalls anderswo vorenthält, was er für allein seine Angelegenheit hält und b) der Meinung ist, er habe alles im Griff. Und im konkreten Fall außerdem c), dass alles von ganz allein gut ist, wie es ist und kein Anlass besteht, mehr zu tun, als auf Wellen, die kommen und gehen mitzuschwingen.
Eine fast perfekte Illusion. Wäre da nicht jene zuverlässig unterbewusste Ebene, die auch noch erklärtestem klaren Bewusstsein Strich durch die Rechnung macht und es damit als Eitelkeit entlarvt. Ein Mensch kann sich nicht harmonisch zweiteilen - nicht mal dann, wenn er der festen Überzeugung ist, dass es gar keine Zweiteilung, sondern Weite ist. Je mehr er wunschträumender Illusion anhaftet, desto zuverlässiger schleichen sich jene unbewussten Zwiespalt-Mechanismen ein, von denen er annimmt, dass es sie in seinem Dasein nicht gibt, weil er sie mit überaus glaubhaften Alibis versieht.
Der erste Zwiespalt-Mechanismus ist eine Trennung. Die verbucht er unter Bereicherung. Und ist sich sicher, dass sein Herz weit genug fühlt, um diese seiner Lebenswelt zurückzuschenken. Blöd nur, dass das 'Spiel' dadurch nicht lustig und leicht bleibt, sondern ungerührt den Erstmechanismus weiter ausbaut. Und sei es nur, dass er seine neue Quelle so gut verbirgt, dass ihm nichtsahnende Zugetanheit anderswo im Lauf der Zeit immer schwerer im Magen liegt. Macht so ein latent ungutes Gefühl, wenn man unverändert geliebt und für aufrichtig gehalten wird, obwohl man es doch gar nicht wirklich ist. Dagegen kommt auch nicht die Selbstsuggestion an, man lebe ja nur absolut Positives aus, das von der Natur nun mal so vorgesehen ist. Und weil man niemandem außerhalb seiner selbst etwas vorwerfen kann, geschweige denn, sich selbst, weil man das schon aus Überzeugung nicht vermag, beschließt man einfach entsprechend höhere Bewusstseinsstufe gegen jenes Unwohlgefühl, das nicht sein darf.
Dumm nur, dass unterdrücktes Schuldgefühl sich unweigerlich Kanäle sucht. Die mögen zwar sehr freundlich weitherzigen Anstrich tragen, aber Schuldkanäle sind's trotzdem. Und weil sie sind, was sie schöner Theorie folgend nicht sein dürfen, streicht man sie halt besonders liebevoll an. Ach, wär das schön, wenn sich das unbequeme miese Gefühl erledigen würde, weil Trennung anderswo ebenfalls als Bereicherung empfunden würde. Niemand kann Selbstbeschneidung verlangen, niemand tut es - warum also nicht einfach darauf hinwirken, dass der Ort, von dem das schlechte Gefühl vermeintlich ausstrahlt, nicht in die selbe Situation kommt? Damit wäre alles wundervoll in Butter und jeder glücklich. Und als großherziges Gutwerk stünde es einem sowieso kleidsam zu Gesicht. Natürlich will man nicht misssionieren - nur so ein kleines bisschen davon überzeugen, dass anders, nämlich ego-ähnlich alles viel leichter und schöner wäre. Warum und wieso man so strebt, braucht man ja nicht auf die Nase zu binden. Einfach als Befreiungsakt ausgeben und im Gegenzug auf ersehntes Gold bauen. Ein wahrer Geniestreich - man setzt seine Interessen durch, findet wieder Seelenfrieden und keiner merkt eigentlichen Wind, weil ja alle glücklich und zufrieden sind.
Dann passiert was Blödes. Eigentlich war's absehbar, aber unpassend kommt's trotzdem. Dort, wo die Nicht-Missionierung stattfinden soll, wird sich dieser verweigert. Das darf einfach nicht sein - der Plan ist schließlich rundum perfekt! Also wird nachgelegt. Beständig. Irgendwann wird die gute Tat schon greifen, und dann hat sich der ganze Einsatz gelohnt. Also nicht verzagen, sondern weiter beackern.
Tja, und an genau dem Punkt läutet sich der Untergang des Spiels ein. Denn ob man will oder nicht - es entsteht Frust. So viel Einsatz und so wenig beabsichtigtes Ergebnis! Natürlich ist man gewillt, weiterzuspielen - hey, perfekter Plan und so! So ein bisschen Frust verbucht man einfach unter vorübergehend belastender Begleiterscheinung und macht ansonsten weiter wie gehabt. Wo kämen wir denn hin, wenn wir wegen so bisschen Ungutgefühl übergeordnet essentiell Befundenes in Frage stellen würden? Hier geht's schließlich um ein visionäres Projekt der Freiheit! Wäre doch gelacht, wenn der Einsatz nicht langfristig tiefer ins Kontor schlüge als entwicklungsbedürftig unbedarfte Gegenbewegung!
Jaja, das Leben ist hart und unfair. Und darum verrät es unsere Eitelkeit immer dann, wenn wir uns auf besonders idealistischer Position glauben. Alles so genial durchdacht, und trotzdem sind und bleiben wir Mensch. Und just deshalb fällt der Höhentanz, der nie einer war, weil tatsächlich nur gefällige Illusion, in menschliche Niederung. Die so niedrig ist, dass sie unweigerlich auch dort nüchterne Hinsicht auf den Plan ruft, wo man sich bislang in Liebe sicher wähnte.
Wie sie aussieht, die Niederung? Sie fängt an zu kritteln und versucht zu deformieren. Denn obschon man sich sicher ist, nur das Beste für alle zu wollen, ist dank Frust jetzt der Zwiespalt am Zug. Und der kann einfach nicht aus seiner artgerechten Haut. Die sieht so aus: Wer sich weigert, bei sich zu suchen, der muss zwangsläufig bei anderen suchen. Und wer Schwächen sucht, der findet zuverlässig welche. Womit man ganz beiläufig das Ego bedient, das ohnehin schon wusste, dass eigentlich anderswo alles viel besser ist. Eine weitere Variante von Charakterdebatte - sonst nichts.
Eben jenes Szenario schau ich mir heute in seiner sich steigernden Chronologie an: ungeahnten Höhenflug, der unter falschem Namen gehandelt wird; Trennung, die angeblich keine ist; Kompensationsstreicheleinheiten und -kraftakte; Beruhigungsversuche; Erziehungsmaßnahmen; subtile Schläge ins Du, weil das Ich keine Offenheit erträgt.
Und frage mich angesichts dieses affig berechnenden Geweses: Was bitte hat all das mit mir zu tun? Ich bin ich, und es war und ist nicht mein Problem, wenn jemand diese Tatsache zu missbrauchen versucht, um sich Legitimation vor seinem schächelnden Ego zu verschaffen. Immer hübsch die jeweilige Kirche im bedürftigen Dorf lassen. Ich lebe ohne solche in meinem.
Und welchen Schluss zieh ich für mich daraus? Es sind zwei Schlüsse.
Erstens: Für Blindheit, die sich anderswo ereignet, bin ich nicht zuständig. Soll sie durchsichtigen Plagiaten aufsitzen, wo sie meint, solcher zu bedürfen. Liebe bedeutet für mich nicht Mama spielen, nur weil schwächelnde Seite es gern so hätte, um von Eigenverantwortung befreit zu werden.
Zweitens: Solchen Muckefuck brauch ich nicht. Soll jeder sein Glück dort finden, wo er es sucht. Ich bin Freifrau - nicht verheiratet und keiner Kinderei verpflichtet. Über kompensierende Erziehungsversuche kann ich nur lachen - schmerzlich zwar, weil angesichts solch platter Durchsichtigkeit ziemlich enttäuscht, aber nichtsdestotrotz selbstbewusst. Und in diesem Bewusstsein überlasse ich gern jeden seiner Illusion von angeblichem Mehr - abzüglich meiner Wenigkeit. Billige Spiele hab ich zu oft 'genossen', um ihnen noch nachzulaufen. Und muss schon lange nichts mehr beweisen.
It's your turn, babe - also genieß ihn und schau, wie weit du damit kommst. Aber tu mir einen Gefallen - versuch nicht mehr, mich zum Bestandteil deiner Wunschträume und Zwanghaftigkeiten zu machen. Ist hiesig nämlich einfach nur profan und lästig.
Was ich derweil tue? Na meins, was denn sonst? Dachtest du wirklich, solches sei ohne deine Vorstellung von Freiheit nicht möglich? Atme erleichtert auf und genieße ..... deins. Meins ist nun mal anderes. Und eben darauf genieße ich Recht und Anspruch. ;o)
Es ist faszinierend, ausgerechnet dort involvierte Zeugin eines sich fortentwickelnden Lügenprozesses zu sein, wo man vertraut. Natürlich ist es auch verletzend, sehr sogar. Aber Verletztfühlen fällt grundsätzlich unter hausinterne Herausforderungen, die nur auf persönlichster Ebene interessant sind. Die Betrachtung von Prozessmechanismen und das Erkennen damit einhergehender Zusammenhänge ist da sehr viel ergiebiger.
Gilt in besonderem Maß, wenn der Lügenprozessor ein Mensch ist, der a) glaubt, dass er nicht lügt, sondern allenfalls anderswo vorenthält, was er für allein seine Angelegenheit hält und b) der Meinung ist, er habe alles im Griff. Und im konkreten Fall außerdem c), dass alles von ganz allein gut ist, wie es ist und kein Anlass besteht, mehr zu tun, als auf Wellen, die kommen und gehen mitzuschwingen.
Eine fast perfekte Illusion. Wäre da nicht jene zuverlässig unterbewusste Ebene, die auch noch erklärtestem klaren Bewusstsein Strich durch die Rechnung macht und es damit als Eitelkeit entlarvt. Ein Mensch kann sich nicht harmonisch zweiteilen - nicht mal dann, wenn er der festen Überzeugung ist, dass es gar keine Zweiteilung, sondern Weite ist. Je mehr er wunschträumender Illusion anhaftet, desto zuverlässiger schleichen sich jene unbewussten Zwiespalt-Mechanismen ein, von denen er annimmt, dass es sie in seinem Dasein nicht gibt, weil er sie mit überaus glaubhaften Alibis versieht.
Der erste Zwiespalt-Mechanismus ist eine Trennung. Die verbucht er unter Bereicherung. Und ist sich sicher, dass sein Herz weit genug fühlt, um diese seiner Lebenswelt zurückzuschenken. Blöd nur, dass das 'Spiel' dadurch nicht lustig und leicht bleibt, sondern ungerührt den Erstmechanismus weiter ausbaut. Und sei es nur, dass er seine neue Quelle so gut verbirgt, dass ihm nichtsahnende Zugetanheit anderswo im Lauf der Zeit immer schwerer im Magen liegt. Macht so ein latent ungutes Gefühl, wenn man unverändert geliebt und für aufrichtig gehalten wird, obwohl man es doch gar nicht wirklich ist. Dagegen kommt auch nicht die Selbstsuggestion an, man lebe ja nur absolut Positives aus, das von der Natur nun mal so vorgesehen ist. Und weil man niemandem außerhalb seiner selbst etwas vorwerfen kann, geschweige denn, sich selbst, weil man das schon aus Überzeugung nicht vermag, beschließt man einfach entsprechend höhere Bewusstseinsstufe gegen jenes Unwohlgefühl, das nicht sein darf.
Dumm nur, dass unterdrücktes Schuldgefühl sich unweigerlich Kanäle sucht. Die mögen zwar sehr freundlich weitherzigen Anstrich tragen, aber Schuldkanäle sind's trotzdem. Und weil sie sind, was sie schöner Theorie folgend nicht sein dürfen, streicht man sie halt besonders liebevoll an. Ach, wär das schön, wenn sich das unbequeme miese Gefühl erledigen würde, weil Trennung anderswo ebenfalls als Bereicherung empfunden würde. Niemand kann Selbstbeschneidung verlangen, niemand tut es - warum also nicht einfach darauf hinwirken, dass der Ort, von dem das schlechte Gefühl vermeintlich ausstrahlt, nicht in die selbe Situation kommt? Damit wäre alles wundervoll in Butter und jeder glücklich. Und als großherziges Gutwerk stünde es einem sowieso kleidsam zu Gesicht. Natürlich will man nicht misssionieren - nur so ein kleines bisschen davon überzeugen, dass anders, nämlich ego-ähnlich alles viel leichter und schöner wäre. Warum und wieso man so strebt, braucht man ja nicht auf die Nase zu binden. Einfach als Befreiungsakt ausgeben und im Gegenzug auf ersehntes Gold bauen. Ein wahrer Geniestreich - man setzt seine Interessen durch, findet wieder Seelenfrieden und keiner merkt eigentlichen Wind, weil ja alle glücklich und zufrieden sind.
Dann passiert was Blödes. Eigentlich war's absehbar, aber unpassend kommt's trotzdem. Dort, wo die Nicht-Missionierung stattfinden soll, wird sich dieser verweigert. Das darf einfach nicht sein - der Plan ist schließlich rundum perfekt! Also wird nachgelegt. Beständig. Irgendwann wird die gute Tat schon greifen, und dann hat sich der ganze Einsatz gelohnt. Also nicht verzagen, sondern weiter beackern.
Tja, und an genau dem Punkt läutet sich der Untergang des Spiels ein. Denn ob man will oder nicht - es entsteht Frust. So viel Einsatz und so wenig beabsichtigtes Ergebnis! Natürlich ist man gewillt, weiterzuspielen - hey, perfekter Plan und so! So ein bisschen Frust verbucht man einfach unter vorübergehend belastender Begleiterscheinung und macht ansonsten weiter wie gehabt. Wo kämen wir denn hin, wenn wir wegen so bisschen Ungutgefühl übergeordnet essentiell Befundenes in Frage stellen würden? Hier geht's schließlich um ein visionäres Projekt der Freiheit! Wäre doch gelacht, wenn der Einsatz nicht langfristig tiefer ins Kontor schlüge als entwicklungsbedürftig unbedarfte Gegenbewegung!
Jaja, das Leben ist hart und unfair. Und darum verrät es unsere Eitelkeit immer dann, wenn wir uns auf besonders idealistischer Position glauben. Alles so genial durchdacht, und trotzdem sind und bleiben wir Mensch. Und just deshalb fällt der Höhentanz, der nie einer war, weil tatsächlich nur gefällige Illusion, in menschliche Niederung. Die so niedrig ist, dass sie unweigerlich auch dort nüchterne Hinsicht auf den Plan ruft, wo man sich bislang in Liebe sicher wähnte.
Wie sie aussieht, die Niederung? Sie fängt an zu kritteln und versucht zu deformieren. Denn obschon man sich sicher ist, nur das Beste für alle zu wollen, ist dank Frust jetzt der Zwiespalt am Zug. Und der kann einfach nicht aus seiner artgerechten Haut. Die sieht so aus: Wer sich weigert, bei sich zu suchen, der muss zwangsläufig bei anderen suchen. Und wer Schwächen sucht, der findet zuverlässig welche. Womit man ganz beiläufig das Ego bedient, das ohnehin schon wusste, dass eigentlich anderswo alles viel besser ist. Eine weitere Variante von Charakterdebatte - sonst nichts.
Eben jenes Szenario schau ich mir heute in seiner sich steigernden Chronologie an: ungeahnten Höhenflug, der unter falschem Namen gehandelt wird; Trennung, die angeblich keine ist; Kompensationsstreicheleinheiten und -kraftakte; Beruhigungsversuche; Erziehungsmaßnahmen; subtile Schläge ins Du, weil das Ich keine Offenheit erträgt.
Und frage mich angesichts dieses affig berechnenden Geweses: Was bitte hat all das mit mir zu tun? Ich bin ich, und es war und ist nicht mein Problem, wenn jemand diese Tatsache zu missbrauchen versucht, um sich Legitimation vor seinem schächelnden Ego zu verschaffen. Immer hübsch die jeweilige Kirche im bedürftigen Dorf lassen. Ich lebe ohne solche in meinem.
Und welchen Schluss zieh ich für mich daraus? Es sind zwei Schlüsse.
Erstens: Für Blindheit, die sich anderswo ereignet, bin ich nicht zuständig. Soll sie durchsichtigen Plagiaten aufsitzen, wo sie meint, solcher zu bedürfen. Liebe bedeutet für mich nicht Mama spielen, nur weil schwächelnde Seite es gern so hätte, um von Eigenverantwortung befreit zu werden.
Zweitens: Solchen Muckefuck brauch ich nicht. Soll jeder sein Glück dort finden, wo er es sucht. Ich bin Freifrau - nicht verheiratet und keiner Kinderei verpflichtet. Über kompensierende Erziehungsversuche kann ich nur lachen - schmerzlich zwar, weil angesichts solch platter Durchsichtigkeit ziemlich enttäuscht, aber nichtsdestotrotz selbstbewusst. Und in diesem Bewusstsein überlasse ich gern jeden seiner Illusion von angeblichem Mehr - abzüglich meiner Wenigkeit. Billige Spiele hab ich zu oft 'genossen', um ihnen noch nachzulaufen. Und muss schon lange nichts mehr beweisen.
It's your turn, babe - also genieß ihn und schau, wie weit du damit kommst. Aber tu mir einen Gefallen - versuch nicht mehr, mich zum Bestandteil deiner Wunschträume und Zwanghaftigkeiten zu machen. Ist hiesig nämlich einfach nur profan und lästig.
Was ich derweil tue? Na meins, was denn sonst? Dachtest du wirklich, solches sei ohne deine Vorstellung von Freiheit nicht möglich? Atme erleichtert auf und genieße ..... deins. Meins ist nun mal anderes. Und eben darauf genieße ich Recht und Anspruch. ;o)
Sun-ray - 7. Mai, 20:58
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