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silvester am brandenburgertor?
och nöö - fanmeile sind wir uns selbst genug.
uns stand der sinn nach entdeckungssafari,
zu deren auftakt wir uns selbstverständlich
angemessen chauffieren ließen.
von der bordbar ließen wir die abenteuerwütigen finger,
dafür bekam james für den rest der nacht frei.
safari und caddi sind nun mal unvereinbar.
der tigerfee verschlug es vorübergehend die sprache -
martialische feuer mitten in der stadt,
beflissene inder, die umgehend abschleppen wollten
und überhaupt alles irgendwie ganz anders
als in der feenheimatstadt.

genau das wollten wir auch schon immer wissen.
und beschlossen darum,
der frage gründlichst auf den grund zu gehen.
aber am anfang der jagd steht kaffee -
man weiß schließlich nie,
ob man in der wildnis nochmal einen kriegt.
also erstmal hier rein und gucken, was geht.
entspannt schmauchen geht -
gerade noch so für letzte stunden.

und damit steht das motto unserer nacht:
wir zelebrieren heute die letzten öffentlichen zigis.
woll.
gestärkt und gerüstet schwingen wir hinaus.
schweinekalt ist es, die damen bibbern im plüsch.
und bleiben fassungslos bewundernd stehen:
boah, müssen DIE hart im nehmen sein!

nü, sagt frau schwarzer panther zur tigerfee,
die eine hat schlechten friseur,
die andere trägt weiße baumwollschlüpper -
betrifft uns hier und jetzt bei minusgraden nicht,
sind wesen von anderem stern.
aber die richtung stimmt .....
zu gern wären wir in jenem kuriosen schuppen eingefallen:

aber die idee hatten schon ganz viele vor uns.
zu voll für zwei bepelzte raubkatzen.
zieh ich mir bei gelegenheit dann mal alleine rein.
eine tür weiter gibt's unmengen roten plüsch,
rote wände, ganz reizenden kellner mit glutaugen
und güldenen engel an der wand.

heute ist allerletzte nacht der rauchkultur -
welcher laden braucht morgen noch ascher?
ich hab das rote marlboro-modell schon -
die tigerfee will auch eins - souvenirsouvenir.
da das auf unserem tisch rege gebraucht wird -
heute ist jede zigi gold wert -
müssen die jungen männer am nebentisch
großzügigkeit beweisen.
die tigerfee verrät mir, dass ascher ashtray heißt.
die herren sind nämlich aus england.
lächeln - may I please have this ashtray -
strahlendes zurücklächeln - schwupp - beute eingesackt.
die jungs finden's gut.
die damen drehen sich beglückt noch eine.
genießen außerdem caipis und
nudeln mit großen schalentierchen -
im gegensatz zu den beiden grazien vorhin
noch gänzlich bekleidete wesen.
wir rücken ihnen schlotzend und knubbernd zu leibe -
there are three things, which smell like fish;
one of them is fish .....
weiter geht's - da wartet sightseeing auf uns.
in dieser stadt wird grundsätzlich geklotzt,
statt gekleckert - dafür an buchstaben gespart:

oscar aus der tonne wäre entsetzt,
klaute man ihm sein r,
und wie popeye reagieren würde,
wenn olivia noch dünner wäre - nicht auszudenken.
aber immerhin, man bemüht sich um sparsamkeit.
dann stolpern wir über kunst - dort:

die tigerfee ersteht ein unicat,
meinereine bestaunt eine nonne
mit verdrehten augen und nippelpiercings,
zwischen denen ein kruzifix hängt -
solches glaubensbekenntnis ist bei mir nicht mehr drin.
künstler und kunden nehmen es
grinsend zur kenntnis.
weiter geht's .....
klöppelglöckchen - nein, wie schön!
und unten im schaufenster liegt ein handbuch:
"glocken und glockenspiele" ..... na abba .....
wer braucht schon handbücher und theorie,
wenn's paar meter weiter praktisches gibt?

wir stellen diverse überlegungen
in sachen lebendiger umsetzung an.
und stolpern über einen kubaner -
mai tai, mai tai ..... wir kommen .....
ähm ..... sind schon da!

ich liebe die diabolische ader der tigerfee.
uiii, gästebuch gibt's dort auch.
kommt zum anlass des abends wie gerufen.
also verewigen wir uns .....
um's
gemeinsame werk festzuhalten,
klettert meinereine auf den barhocker -
wer seine digi liebt, richtet sich nach ihrem objektiv.
wundervoll angetüttert - mai tai liefert 3 in 1:
vitamine, farbe und prozente -
verlassen wir die kubanische halle.
draußen leuchten lichtbuchstaben an der wand:
"eine pfütze spiegelt die festen schritte
eilender passanten im fahlen morgenlicht"
und sind uns einig, dass wir aus genau diesem grund
um diese zeit am liebsten schlummern.
ansonsten ist alles wundervoll bunt ....

und last not least stolpern wir
über noch ein bonbon:

die tigerfee stellt sich dazwischen
und egal, wie oft wir uns das foto anschauen,
lachanfall ist garantiert.
aber weil ich manchmal diskrete anwandlungen pflege,
beschränke ich mich auf die rahmenbedingungen.
james hat frei, also erobern wir uns öffentliches.
guck ich dich an

guckst du mich an.
20 schritte vor den heimischen hallen
haben die jungs aus der eckkneipe
echte gulaschkanone rangekarrt.
wir sind so schwer beeindruckt
(das ding erinnert mich voll an den kleinen unimog,
den ich als laufender meter hatte -
den hab ich soooo geliebt!),
dass der kanonenheld extra für uns dampf ablässt.
wow! martialisch lieb ich fast noch mehr als unimog!
zuhause lauert noch kleine überraschung:

ja, lebenserfahrene weiber sind misstrauisch -
das "angeblich" erwies sich als berechtigt.
der war gar nicht böse, der keks.
kurz nach jahreswechsel glücklich im grazienidyll

hüttenfriede .....
und neujahr guckten dann alle drei
mit zuversicht in die zukunft:

bei der tigerfee geruhte mein-kater
mitten im kartenkreis zu liegen -
ganz so, als sei er die achse allen seins.
was er ja - wenn man mich fragt - durchaus ist.
bei meinem deck zog er es dann vor,
sich auf den positionen "ich denke",
"ich bin geborgen", "ich spiele" zu räkeln.
kluger mein-kater .....
grazienausflugsbericht ende :-))