spitzfedrig

umsonst und draußen

.
es ist recht unterhaltsam, zu erleben,
wie angestrengt mancher freiheit beschwört,
während er ebenso angestrengt bemüht ist,
andere zu lenken.
zumindest dann, wenn einem bewusst ist,
dass man selbst gar nichts tun muss.

manieristische wallung

.
Heute scheint Zorn Tagesthema zu sein. Nein, weniger meiner und auch nicht einziges. Destruktive Gefühle sollten grundsätzlich nicht mehr Stellenwert haben, als den thematischen Aufhängers für Wichtigeres.

Obwohl - gestern war ich auch sehr zornig. In der U-Bahn hat nämlich so ein Mistkerl nicht nur seine langen Beine und großen Hund im engen Gang plaziert, sondern auch noch sein albernes Rennrad. So eng war's, dass nur noch ganz schmaler Durchlass blieb. Im Gegenlicht übersah ich die Rasterpedale, die aggressiv lauernd abstand und rannte voll davor. Wie das aussieht, wenn man gegen so ein Ding rennt? Nicht schön - gibt blutiges Streifenmuster direkt auf dem Schienbein. Wurde innerhalb kürzester Zeit dick und blau und tat höllisch weh.

Ja, da kochte sehr heißer Zorn hoch. Und es war nicht mangelnder Mut, der mich davon abhielt, den Kerl zusammenzufalten, sondern Blick in sein verlebtes Gesicht. Ist eine interessante Erfahrung, den Eigenschmerz angesichts deutlich größerem anderswo relativiert zu sehen, während man doch am liebsten blind um sich schlagen möchte, weil man sich voll und ganz berechtigt dazu fühlt.

Beim späteren Flanieren durch die Blogwelt konnte ich sie dann nochmal aus distanzierterer Perspektive miterleben. Es gibt da einen recht großen Kreis von Bloggern, die sich der Verherrlichung lyrischer Zeilen verschrieben haben. Keine Frage, dass sich dort sehr viele schöne solche finden. Das perlt nur so - alljährlich, tagtäglich, stündlich. Und eben darum kann ich selbst es nur sporadisch genießen. Ist wie mit manieristischer Kunst: Man staunt und bewundert die schnörkeligen Eskapaden und sehnt sich irgendwann unweigerlich nach schlichter reiner Luft und freiem Atmen.

In einem dieser angesehenen Blogs wagte sich jedenfalls dieser Tage schnöder Angriff zwischen die wohlklingenden Zeilen zu zwingen; in Form übler Verdächtigung ob etwaiger Copyrightverletzungen. Und als sei das nicht schmählich genug, fand der Affront auch noch dort statt, wo man sich außer auf literarisches Hochhalten auch noch eifrig auf gelebtes Christentum beruft. Welch Sakrileg!

Entsprechend fielen die Reaktionen vor Ort aus. Ja, ich gestehe, dass ich darob schmunzeln musste. Für mich persönlich ist völlig uninteressant, ob und inwieweit die Vorwürfe berechtigt sind. Sehr interessant dagegen finde ich, wie Menschen reagieren, wenn sie sich angegriffen fühlen. Und am faszinierendsten sind die Reaktionen jener, die sich per se über schnöde Angriffe erhaben fühlen, jedoch plötzlich realisieren müssen, dass ihre Haltung kein Verschontwerden garantiert.

In solchen Situationen zeigt so mancher Zeitgenosse unweigerlich sein wahres Gesicht. Vorbei und vergessen alle schönen Worte, mit denen man zuvor gelassene Lauterkeit präsentierte, beiseite geschoben die Beschwörungen lichten Himmelreichs - wenn es ernst wird, gelten andere Regeln. Dann hat man es weder vor sich noch vor Gott nötig, lächelnd oder gar liebevoll über sich hinauszuwachsen, sondern kennt nur noch ein Ziel: Rehabilitation um jeden Preis, am liebsten den der Vernichtung des Gegners.

Derartige Szenarien sind in der Tat göttliche Gelegenheiten für menschliche Feldforschung. Insbesondere, wenn man als externer Beobachter wagt, gelassen darauf hinzuweisen, dass das Ausmaß des unheiligen Zorns jetzt aber schon in auffallend bizarrem Widerspruch zu sonstiger Massenbotschaft steht. Und im übrigen das angebliche Drama arg nach Sturm im Wasserglas aussieht, angesichts dessen man sich spontan fragt, warum seine Inszenierung eigentlich für so nötig befunden wird.

Ei wei, als würde man in Ameisenhaufen spucken. Stimme der Vernunft? Wofür das? Ameisen brauchen auch keine Vernunft - reicht völlig, dass sie sich angegriffen fühlen. Und menschliche Friedensbotschaften sind Belang von Friedenszeiten, weshalb sie in beschlossenen Kriegszeiten für deplaziert befunden werden. Da geht's schließlich um Recht und Überleben, also bleib mir von Frack mit Gesülze, das nicht schlachtfeldtauglich ist. Punkt

Jaja, wie sie halt so sind, die Manieristen: Die Natur in unserem Kopf ist die optimale, außerhalb dessen gucken wir nicht mal hin. Was interessiert uns banales, weil echtes Leben?

Nein, Freunde mache ich mir auf die Art nicht. Aber mal ganz ehrlich - wer braucht schon Freunde, für die theoretische Phantasie wichtiger ist als richtiges Leben? Und die schon bei nicht nennenswertem Wind umknicken wie spröde Stängel? Eben ..... :o)

kalle hat karakter

.
Mein gesamtes bisheriges Wissen über Chihuahuas
ließ sich bislang bequem im Knopfloch unterbringen.
Tatsächlich bezog ich es aus einem der
früheren Lieblingsbücher - Buntspecht.
Übrigens immer noch ein köstlich Büchlein ..... :o)

Aus diesem jedenfalls erfuhr ich seinerzeit,
dass ein Chihuahua vor allem geräuschvoll zum Zittern neigt
und ansonsten zuverlässig seinen Geist aushaucht,
sobald man sich irrtümlich auf ihn setzt
oder auch nur einen Klavierdeckel unbedacht zufallen lässt.
Irgendwas mit Klavier oder Klavierhocker war da jedenfalls.

Seit heute weiß ich mehr. Jawoll.
Denn seit heute kenne ich Kalle.
Und das kam so.
Eigentlich wollte ich in dem kleinen Tierbedarfsladen,
der außerdem second-hand-mäßig Krimskrams anbietet,
nur Vitaminpaste für mein-Kata erstehen.
Weil er so süchtig danach ist,
dass er mich den ganzen Tag vorwurfsvoll anguckt,
wenn er keine zum Frühstück kriegt.
Ich denk also nur an wertvolle Tube und geliebten Suchtbolzen
und öffne ganz unbedarft die Ladentür.
Weia! Fast wär ich rückwärts wieder rausgetaumelt.
Lautstärke und Zorn nach, erwartete ich
mindestens wütigen Dackel, spontan eigentlich Schlimmeres.
Und was war?
So was ganz Winziges mit wehenden Ohren
und blauem Plüschpullöverchen griff mich
todesmutig aus dem Ladenhinterhalt an.
Also nicht wirklich, denn direkt vor meinen Füßen
fiel dem Knirps anscheinend ein,
dass meine Größe wohl doch unter seiner Würde ist.
Jedenfalls blieb er abrupt stehen,
belferte noch ein bisschen, guckte mich dann
mit großen Knöpfen an und zitterte am ganzen Leib.

Nu wusst ich nicht so recht -
sollte ich seiner Imposanz schweigend Achtung erweisen
oder durfte ich es wagen, vor ihm in die Knie zu gehen?
Davon stand nichts in dem Buch. Oder doch?
Wie auch immer, ich hielt mich vorsichtshalber
erstmal an sein Frauchen, die Ladenbesitzerin -
in der Hoffnung, er würde sich dann soweit beruhigen,
nicht mehr wie Espenlaub zu zittern.
Sein Frauchen dagegen zitterte nicht,
redete dafür umso lieber.
Ruckzuck wusste ich, dass die Bonsai-Hütebestie Kalle heißt.
Und auch sonst eine ganze Menge über ihn.

Prompt stand ich vor dem nächsten Dilemma:
Was sagt man zu einer stolzen Chihuahua-Halterin,
wenn alles, was einem spontan einfällt,
eher was mit Klavieren und Hündchenableben zu tun hat?
'Ist der aber süß!' wollte ich weder mir noch ihr antun -
Kalle schon gar nicht.
Also entschied ich mich für beherzte Improvisation.
Fixiert von zwei unsicher dreinblickenden Äuglein,
gab ich mit verschwörerischem Blick in selbe zurück:
'Sooo klein und sooo charakterstark - beeindruckend!'
Das war immerhin nicht gelogen, fand ich nämlich wirklich.
Seinem Frauchen allerdings war das anscheinend neu.
Unverhofft brach ihr Redeschwall ab,
und sie guckte nun ihrerseits verdutzt auf das Zitter-Zwerglein.
Fing sich aber recht schnell wieder und berichtete stolz,
dass er es mit jeder Katze und jedem Hund aufnähme -
obwohl alle größer seien als er.

Nein, ich erzählte ihr nicht,
zu welchen Geräuschen, notfalls auch Tätlichkeiten
mein-Kata fähig ist, wenn ihn jemand enervierend ankläfft.
Stattdessen beschloss ich, dass wackerer Kalle
niemals Gelegenheit zu Gegenbesuch haben würde -
ihm zuliebe.
Und hockte mich zwecks Trost dann doch neben ihn.
Da muss man ganz schön tief runter gehen.
Und Streicheln ist auch nicht wirklich einfach,
wenn da nur winziges Köpfchen samt Zahnstocherbeinchen
aus dem blauen Plüsch gucken.
Ich beschränkte es auf einen Finger unterm zarten Kinn -
fand er gut. Denk ich jedenfalls, weil das Zittern nachließ.

Doch mittendrin im Vergnügen öffnete sich leider die Tür
und ein - darf ich sagen richtiger? - Hund kam herein.
Ist nicht bös gemeint, sah einfach so aus.
Prompt ging Kalle wie von der Tarantel gestochen
auf Artgenossen los, der ihn um mindestens
drei Stockwerke überragte.
Ich gestehe, ich bin geflüchtet.
Irgendwie wollte ich nicht miterleben müssen,
wie Kalle einen großen Hund niedermacht.

Hoffentlich erkennt er mich beim nächsten Treffen wieder.

sumpf

.
seit geraumer zeit läuft hiesig im radio
werbespot für ein gewisses dessousgeschäft.
man hört zwei frauenstimmen.
die eine sagt in traditionellem lehrerinnentonfall:
"wusstest du, dass 60% aller frauen
den falschen BH tragen?"
die andere antwortet fast kippend hell-hysterisch:
"nein!!! wieso sagt uns das denn niemand???"
.
dieser spot verursacht mir tiefe übelkeit.
tatsächlich ist er für mich inbegriff jener banalität,
die ich mittlerweile nicht mehr nur als stumpf,
sondern als bösartig empfinde.
nicht, weil er so bedeutsame wirkung verspricht,
sondern weil er genau das verkaufssteigernd benutzt,
was unsere welt krank macht und hält:
illusion, (selbst-)entmündigung, adrenalin.
.
muss ich das näher ausführen?
glaube kaum.
andererseits - diesen spot haben profis gemacht.
und sicherlich gibt es kundinnen,
die zwar nicht aufgrund dessen,
aber immerhin trotzdem in dieses geschäft gehen.
sagte ich einer von ihnen sagen,
dass kein sortiment und keine beratung der welt
so gut sein kann, dass ich nach solchem spot
diesen laden noch betreten würde -
sie würden mich vermutlich erstaunt anschauen
und dabei murmeln: aber das ist doch nur werbung.
.
was bitte schön soll das heißen - "nur werbung"?
ich und zig tausend andere kriegen
diesen verantwortungslos menschenunwürdigen dreck
tag für tag in die ohren geblasen.
meine weiblichkeit stellt er als dumpfe hilflosigkeit hin,
meinen verstand erklärt er für null und nichtig,
und vormund hat er auch schon in petto.
während drum herum kinder
emotional und körperlich verrecken,
beziehungen an hilfloser sprachlosigkeit sterben,
macdoof sich angesichts durchschnittsfettleibigkeit
die skrupellos feisten hände reibt
und banken ihr entrée mit marmor pflastern.
menschen lechzen nach liebe und verständnis
und kennen nur einen weg, es zu äußern:
ich brauche!
sie sehnen sich nach verständnis
und rechnen an dessen nichtexistenz auf,
was ihnen eigentlich zustünde.
es gäbe so vieles, das sie lernen könnten,
um ihr leben fühlbar zu bereichern,
aber sie beharren auf eingeimpftem
"ich will so bleiben, wie ich bin!"
.
und die sumpfkuh aus dem spot
ist eines der siegel unterm schmählichen pakt.
.
stimmt - die welt ändert sich nur,
wo mensch bei sich bleibt.
dem widerspricht solches echauffieren.
aber mensch ist außerdem empfänglich -
für das, was ihn umgibt.
und so, wie ich auf sonne und liebe reagiere,
indem ich mich strecke und aufblühe,
schrumpft und krümmt sich mein innen
unter gebetsmühlenartigen übelmantras.
und will sich zuweilen anders wehren,
als nur durch entzug.
.
that's all.

luft

.
ge sissi, mia is so schrecklich fad.
so oder recht ähnlich könnte ich
diesen tag beschreiben.
bunte bilder gab's zuhauf - sone und sone.
und während ich sie mir
ein ums andere zu gemüte führte,
wurde mir immer fader zumute.
hör auf, flüsterte die kleine stimme im hinterkopf,
du versaust dir nur dein hirn damit.
tja, recht hat sie, aber das ist wie mit pornos -
hat man erstmal angefangen zu gucken,
kann man so schnell nicht wieder aufhören.
wobei pornogucken wenigstens sowas
wie ein natürliches ende kennt.
noch vor bisschen mehr als 2 stunden
hatte ich entsprechend das gefühl,
dass sich diese welt endgültig
in schnöder oberfläche erschöpft,
welche sie als himmelreich deklariert:
wo man hinguckt, nix als bedeutungslose plakate.
da kann ich mir noch so inbrünstig sagen,
dass fühlende menschen mit seele sie anbabben -
angesichts der flut hat's was von rosenkranzbeten:
lindernd, aber nicht wirklich ändernd.

dann entdeckte ich bei dr. schein
diesen beitrag.
prompt hob sich der dumpfe schleier ein bisschen -
mag dieser auch dicht sein wie verstaubte spinnweben,
es erleichtert beträchtlich,
sich nicht allein ersticken zu fühlen.
womit ich dr. schein keinesfalls unterstellen möchte,
dass er an ähnlichen erstickungsanfällen leidet.
es soll ja menschen geben,
deren herz weiter ist als das meine
und die darum banale bedrückung
nicht so aufsaugend absorbieren.

kaum kriegte ich wieder bisschen luft,
ging plötzlich ein anderes fenster auf.
ist ja oft so, dass erstem wolkenaufreissen
plötzlich echter sonnenschein folgt.
uiiii, hab ich mich da reingestürzt!
quasi wie verhungernde auf's buffet.
worein? in kunstbetrachtung vom feinsten.
ist nur einer von mehreren teilen -
lohnen tun sie sich für interessierten alle.

und sie dreht sich doch .....
haaach, is dat schöööön! :o)

konjunktiv-tiefe

.
Jemand über 16 fragt mich ganz
ungezwungen nach Grammatikalischem -
dass ich das noch erleben darf!
Danke, holde Frau Eisenia!! :o)

Konjunktiv I und II sind was Fieses -
darüber sind wir uns sicher alle einig.
Umso größer der Ehrgeiz, das manirierte Gespann
möglichst leichtverdaulich zu durchleuchten.
Wird wohl paar Zeilen brauchen .....
nur Mut - das ist machbar. ;o)

Da stellen wir uns zunächst mal ganz bewährt ganz dumm:
Wen betrifft das unheilige Paar überhaupt?
Antwort: Verben, zu deutsch Tuwörter.
Die kommen ganz schlicht daher,
aber wie's so ist mit dem Tun -
es kommt nicht drauf an, was man tut,
sondern wie man's tut.
In der Vielfalt der Möglichkeiten
liegt eigentliche Gemeinheit.

Diese teilen wir der Übersichtlichkeit halber
erstmal in drei Häufchen und beschriften diese hübsch:
Indikativ, Imperativ, Konjunktiv.
Man nennt sie auch Modalhäufchenformen,
weil sie halt den Ansprachemodus wiedergeben.

Der Indikativ steht für die Wirklichkeit:
ich liebe (oder eben du liebst, er-sie-es liebt, usw.
Das Durchjagen durch sämtliche Personal-
wahlweise Zeitformen nennen wir Konjugieren).
Soll heißen, der Indikativ beschreibt einfach nur,
was wirklich ist oder war.

Weil wir in hierarchischem System leben,
gibt es weiterhin den Imperativ,
der sich entsprechend nur an andere wendet
(außer man spricht mit seinem Alter Ego).
Er gleicht einem Befehl
und heißt darum auch Befehlsform: Los - liebe!
(Über inhaltliche Paradoxien sollten wir
an dieser Stelle tunlichst nicht diskutieren -
Metaphysik und Grammatik
sind auf unterster Ebene unvereinbar.).

So nah, so schlicht.
Doch selbst in imperialen Systemen gibt es Dimensionen,
die sich nicht kontrollieren lassen.
In diesen leibt und wabert recht unbeherrscht
der Konjunktiv - die Möglichkeitsform.
Dank nicht totzukriegender Kontrollsucht
versuchte man auch jener Dimension
heiliges Ordnungssystem aufzuzwingen,
indem man die Schublädchen
Konjunktiv I und Konjunktiv II schuf -
aber wie es so ist mit vielarmigen Formlosigkeiten:
Kaum glaubt man, man hätte alle Arme eingekastelt,
macht's flutsch und schon kringeln wieder welche draußen.
Was dazu führt, dass die Schubladen eher dazu dienen, Ausnahmen zu manifestieren, als die Übersicht zu erleichtern.

Um Möglichkeiten geht's überall dort,
wo wir nicht selbst dabei sind oder waren
und den Wahrheitsgehalt etwaiger Aussagen
darum nicht bezeugen können.
Weshalb Konjunktiv I wie II vorzugsweise
in der Indirekten Rede und im Passiv ihr Unwesen treiben.
Es gibt auch noch andere, spezifiziertere Plätzchen,
aber die lassen wir wie ferne Sterne
der grundsätzlichen Ordnung zuliebe außen vor.

Möglichkeiten sind also keine Wirklichkeiten
(an der Stelle rebelliert jedesmal
mein transzendierfreudiges Herzchen -
aber ich mach's mittlerweile erfolgreich mundtot).
Trotzdem gibt es verschiedenartige Möglichkeiten:
solche, die wahrscheinlich sind,
weil es an ihnen entweder
aufgrund der Glaubwürdigkeit des Zeugen
oder auch der Folgerichtigkeit der Annahme
nicht viel zu zweifeln gibt.
Und solche, die wir anzweifeln,
weil sie unseren Vorstellungsrahmen -
berechtigt oder auch nicht - per se sprengen.

Zeit für ein Beispiel:
"Sie kommt, sieht und siegt."
In Grammatikalisch klingt das so:
"3. Person, Indikativ Präsens, Aktiv."
Und die Besswisser fügen noch hämisch hinzu:
"..... zwei starke Verben, ein schwaches."

Bei "Sie kam, sah und siegte"
ändert sich lediglich die Zeitform, in dem Fall also:
"3. Person, Indikativ Präteritum, Aktiv."
Jetzt erkennen wir auch die Stark-Schwach-Häme.
Verben wie 'kommen' und 'sehen' gelten als stark,
weil sie im Präteritum formwandlerisch morphen.
'Siegen' dagegen ist schwach,
weil es sich im Bedarfsfall einfach nur kleines 'te'
an den Wortstamm anbabbt und gut.
(Auch dbzgl. könnte man wieder schön
über Sprachverständnis als Spiegel
herrschender Gesellschaftsnormen philosophieren.
Pragmatische Bescheidenheit gilt nämlich
nur dann selbstverständlich als Schwäche,
wenn darwinsche Ellenbogen höher wertgeschätzt werden.)

Jetzt basteln wir mal Konjunktiv I Präsens aus dem Beispiel.
"Sie sagt, sie käme, sähe und siege (quasi grundsätzlich)."
Krasse Behauptung, da die Präsensform
in dem Fall absoluten Wahrheitsgehalt ausdrückt -
hat was vom Amen in der Kirche
und wird deshalb selten benutzt.
Darum weichen wir in solchem Fall
lieber auf die Würde-Form aus -
die lässt wenigstens potentiellen Zweifel zu:
"Sie sagte, sie würde kommen, sehen und siegen."
Die Würde-Form ist kein Konjunktiv,
wird nur dort als Ersatz für diesen verwendet,
wo entweder unser Gewissen oder unser Gehör
unverständige Zweifel anmelden.
Dazu später noch mehr.

Vergangenheit trifft unsere Sensibilität besser:
"Sie sagte, sie sei gekommen, habe gesehen und gesiegt."
Obwohl wir keine Beweise dafür haben,
sind wir bereit, die Wahrscheinlichkeit des Gesagten
anzunehmen. Ist ziemlich neutrale Ausdrucksweise
mit eher gläubiger als zweifelnder Tendenz.
Der Konjunktiv I wird in dem Fall über
die Hilfsverben 'haben' und 'sein' gebildet.

Aber die Frau kann viel behaupten -
wir glauben längst nicht alles:
"Sie sagte, sie wäre gekommen, hätte gesehen und gesiegt."
Hier klingen deutlich unsere Zweifel durch.
Die können wir natürlich auch nicht beweisen,
weshalb wir uns spitzfindig hinter Konjunktiv II verschanzen.
Er ist prädestiniert für formvollendete Verbalgiftinjektionen.
Man kann's aber auch positiv sehen:
"Sie sagte, ich sei ein blöde Kuh."
Ups, der Hieb hat gesessen - ich fühle betroffen.
"Sie sagte, ich wäre eine blöde Kuh."
Diese blöde Kuh - was bildet die sich eigentlich ein?!

Hübsch diffizil, hm? :o)

Soviel zur überschaubaren Ordnung.
Kommen wir nun zu den Tentakeln,
die sich dem Kistendasein widersetzen.
Beispiel von lieblicher Frau Touran: 'erkennen'.

Zunächst direkte Rede:
Sie sagte: "Du erkennst den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Jetzt schnitzen wie indirekte Rede mit Konjunktiv I draus:
Sie sagte, ich erkenne den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Fällt was auf? Jeppa - Missverständlichkeit!
Obwohl ich den Konjunktiv I absolut korrekt bildete,
sieht er aus wie Indikativ Präsens (ich erkenne).
Gibt nicht wenig Verben, bei denen das passiert.
Und bei einigen sieht sogar der Konjunktiv II
ganz genauso aus. Wenn aber alles gleich klingt,
wie soll dann der Leser bzw. Zuhörer wissen,
dass man trotzdem Grammatik kann?

In solchen Fällen greift man darum zu verbalem Trick.
So sich der Konjunktiv II vom Indikativ unterscheidet,
benutzt man den statt Konjunktiv I:
Sie sagte, ich erkennte den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Mist, jetzt klingt's wie falsches Präteritum
und kommt im übrigen recht querch daher -
unsere Ohren melden misstönende Klangzweifel an.
Tja, da muss dann eben nächster Trick dran glauben:
Sie sagte, ich würde den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen.

Die Würde-Form war ursprünglich als Behelfsform gedacht.
Im Sprachgebrauch wird sie mittlerweile
fast ausschließlich benutzt - der Einfachheit halber.
Konjunktiv I und II dagegen fast nur noch
im Zusammenhang mit Hilfsverben verwendet:
haben, sein, sollen, werden, müssen, dürfen, können.
Andere Konjunktivformen fallen eher unter Spieltrieb.
Wenn ich jedoch die Wahl habe zwischen
"Sie sagte, ich würde gut aussehen"
und
"Sie sagte, ich sähe gut aus" -
also ganz ehrlich, die zweite Form verleiht
noch einen Hauch mehr Eleganz, oder nicht?.
'Würde' ist in Sachen Verständigung voll in Ordnung,
sonderlich elegant wird es aber nie sein.

Jetzt alles klar mit dem Konjunktief? hihi .....

Püüha ..... Stärkungsespresso zu mir!

overkill

.
früher war's meine lieblingskneipe -
heute hängt ein flachbildschirm,
wo einst der dämon schmunzelte.
und trötet ungeachtet leerer räume
penetranten dünnsinn in die welt.
an der theke fläzt jungheld,
der bedienen würde,
wenn da jemand zu bedienen wäre.
stattdessen gibt es simpsons,
werbung und burger-bringdienst -
für ihn und den koch.
früher war die küche hier sehr gut -
heute ordert das personal pommes.
.
irgendwann beginnt fußball,
zwei stammgäste betreten den raum.
niemanden stört
sinnentleerender krach an der wand -
nur mich. und zwar mächtig.
in kopf und ohren tut er mir weh.
am liebsten risse ich
gellendes ding herunter,
damit es nicht mehr denken tötet.
aber dann würde ich für verrückt erklärt.
irrwitzigen wahnsinn muss man
ertragen können und wollen -
als normaler mensch.
.
ich halte mir die ohren zu -
weil sie so weh tun.
aber so kann ich nicht schreiben.
wieso bezahle ich geld,
um solchen schmerz zu leiden?
und wieso spüre nur ich ihn,
während er dort an der theke
offensichtlich lust bedeutet.
oder doch zumindest das,
was man dafür hält.
eigentlich habe ich hunger,
aber so kann ich nicht essen -
mit zugehaltenen ohren
und koch, der sich burger bestellt.
.
als sie damals dicht machten,
war angeblich mangelndes
up-to-date am niedergang schuld:
kein fernsehen und zuviel plüsch.
jetzt hängt fremdkrakeelen an der wand,
der plüsch wurde eliminiert.
da sind nur noch der kellner,
der koch, zwei stammgäste und ich.
und natürlich der lärm.
dolles erfolgskonzept.
.
totentanz
.
wer bitte braucht sowas?
ich nicht.
weder overkill an der wand,
noch abgestumpfte menschen
um mich her.
und wenn sich die nation
noch so hirnwegblasend zudröhnt
und sucht als wahres leben verkauft -
ist bloß stinknormaler junkie-alltag.
sterbt alleine ab -
meinereine ist und bleibt clean.

ps: und, trüber morgen?
wie hältst du es mit der religion
zeitgemäß echten lebens?
oder gehörst du auch zu jenen,
die sucht mit flachen alibis beschönigen,
um sich vor dem entzug zu drücken?

damaszenerstahl

.
Entdeckte ich doch eben eine wunderbare Seite des mindestens halbgöttlichen Herrn Kraus. Und wie ich dort immer tiefer stöberte, wurde das sich seit gestern ausbreitende Innengrinsen plötzlich noch breiter. Anlass war folgender Erguss:

Sie sind dreist wie alle Ihre Gesinnungsgenossen, die mir mit ihren namenlosen Gemeinheiten die Arbeitslust versüßen. Damit Sie aber nicht allzulange in dem Hochgefühl leben, mir »etwas nachgewiesen« zu haben, will ich Ihnen antworten.

Im Gegensatz zu Herrn Kraus bin ich Weib. Darum würde ich nie so plumpe Sätze schreiben. Ich meine, seien wir ehrlich: Die Kunst des Versenkens zeigt sich nicht darin, beschränktem Gegenüber offen zu bekunden, man möchte ihm jenes bisschen Hochgefühl, welches es ausschließlich seiner Kleinlichkeit verdankt, nehmen. Schon gar nicht, wenn man hernach nicht mehr folgen lässt, als fremdautorisierte Rechtfertigung des eigenen Tuns.

Nein, die Kunst des Versenkens oder doch zumindest treffsicheren Angriffs (wozu versenken, wenn Beeinträchtigung doch viel faszinierendere Folgen gewährt?) folgt ganz anderen Regeln. Wie jede Kunst verlangt sie Stilsicherheit, Selbstbewusstsein und ordentliche Prise Kreativität. Insbesondere, wenn man auf einen Ausfall antwortet, der diese Qualitäten schmerzlich missen lässt. Tatsächlich ist man in solcher Situation eher geneigt, geduldig längerfristige Nachhilfe zu erteilen - in der Hoffnung, das Gegenüber möge irgendwann ins Ernstzunehmen hineinwachsen.

Und wie ich so darüber sinniere, kommt mir der Gedanke, dass Nachhilfe sowieso der beste Rückschlag ist. Denn bei aller Liebe - Illusion zu inszenieren, die jemanden, der sich definitiv noch im Nussstadium befindet, als mächtigen Baum erscheinen lässt, um diesen dann publikumswirksam zu fällen, während man in Wirklichkeit nur Nussschalen zertritt, ist vielleicht mit Kreativität, keinesfalls aber mit Selbstbewusstsein und Stilsicherheit vereinbar. Und somit weit unter meiner Würde.

Ganz und gar nicht unter meiner Würde ist dagegen, leichtfüßig vorzuführen, was alles machbar ist. Arbeiten wir also weiterhin an der sauberen Trennung von Kunst und bloßer These und halten uns nicht länger mit banalem Fliegendreck auf, der sich ohnehin nur auf den Rahmen beschränkt, weil er in der Farbmacht des Bildes schlichtweg untergeht.

Blaues Schimmern schlitzt so fein, dass man es kaum sieht. Und erst in seiner Tragweite spürt, wenn längst schon alles zu spät ist. ;o)

waschechter lümmel

.
samstag-abend-einkauf hat vorteile - zwar welkt schon das gemüse, dafür sind die gänge frei und die kassenschlangen kurz. ich lege meinen wochenendeinkauf auf's band: olivenöl - kalt gepresst, 1 l fettarme milch, je 1 glas eingelegte pilze, maiskölbchen und sojasprossen. balsamico, mozarella und tomaten hab ich noch zuhause. butter und honig auch. während ich warte, hätschle ich heimlichen stolz - so ein gesunder einkauf!

die freude währt nicht lang, denn an der kasse sitzt mister unbefangen-ich-weiß-bescheid. jung ist er, trägt heftig gegelte blondierte stoppeln und bunte haut, mitten im penny-markt. und sehr ambitioniert ist er außerdem, vielleicht aber auch nur typischer berliner. jedenfalls hält er mit jedem kunden kontaktfreudiges schwätzchen, der geölten schlagfertigkeit nach wohl schon seit stunden.

erst bin ich neugierig, kurz darauf ziemlich fassungslos. "so teures öl würde ich niiiiie kaufen" trötet er in die halle, während er meinen italienischen schatz über den scanner zieht. gute güte! ich murmele leicht hilflos was von salat und einzigartigem geschmack, weil ich angesichts bewiesener resolutheit nicht zu gestehen wage, dass ich ausschließlich tomaten und mozarella damit übergieße, weil das so flink geht und dank gutem öl trotzdem nach delikatesse schmeckt.

als hätte er meine unsicherheit gerochen, räumt er ebenso laut wie umgänglich ein, dass er sowieso noch gar nie öl gekauft hätte. ich verkneife mir unfaire frage nach mama oder mama-ersatz. pilze, kölbchen und sprossen bleiben glücklicherweise unkommentiert. doch just, als ich schon aufatmen möchte, greift er nach der milch. vielmehr nach dem, was ich dafür halte, er dagegen nicht. "fettarme milch?!?" sein tonfall trieft vor abscheu. "sowas kann man doch nicht trinken! also mir käme dieses abwaschwasser niiiie ins haus!"

nein, ich zucke nicht zusammen. ganz im gegenteil breitet sich innensonne aus: so ein selbstbewusstes bürschchen aber auch! und weil mich sein koriphäen-geschwänzel so entzückt, tu ich ihm den präsenilen bescheidenheits-gefallen: "ach wissen Sie - für in den kaffee reichts. spart halt jeder da, wo's ihm nicht so wichtig ist." hm. entweder fällt ihm darauf nichts mehr ein oder ich hab seine erwartungen tatsächlich befriedigt.

spielt aber auch keine rolle, denn jetzt streckt er stielaugen in meine börse: ob ich wohl 2 cent klein hätte? hab ich ja und sogar gerne. er darauf: ob's denn auch 12 werden könnten? die stiele werden was länger. klar hab ich auch 12 cent - hauptsache, ich versöhne ihn mit meinem unangemessenen einkauf. ermutigt ihn unversehens zu ungeahnter forschheit: 2 euro hätt ich wohl nicht auch noch klein? ich seufze tief - da muss ich leider präsenil passen und zeig ihm rollengerecht den inhalt meines beutels.

er ächzt, als hätte er gleich gewusst, dass bei mir nichts reelles zu holen ist. entschließt sich dann aber doch, zu können, was ich offensichtlich nicht mehr kann. ich bin ihm dankbar - nicht auszudenken, in welche schwierigkeiten mich ein nichtkönnen seinerseits gebracht hätte. wie gut, dass er so firm ist. wir wünschen uns gegenseitig freundlichst unterhaltsames wochenende. im schmunzelnden rausgehen denk ich gleichermaßen spontan wie altersbedingt: was für ein lümmel .....

heraklit und ein troyaner

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Alles ist im Fluss, murmelte Heraklit seinerzeit in den antiken Bart und wusste genau, wovon er spricht. Der nette Kiosktürke scheinbar auch, als er mir vorhin beim Verabschieden so unverhofft wie ungewohnt plötzlich direkt in die Augen sah, seine Hand zur Faust hob und mit einem Grinsen hervorstieß: „Bleib stark!“ Bislang hatten wir nie mehr als freundliches Guten-Tag-und-guten Weg gewechselt. Aber da ja alles im Fluss ist, würde ich mich eher wundern, wenn derlei Synchronizitäten plötzlich ausblieben.

In dem Zusammenhang fällt mir prompt wieder Miss Marple ein. Bekanntlich löste sie ihre Fälle ja mit Hilfe der These, die restliche Welt sei lediglich eine Art Paralleluniversum ihres Dorfes und dessen Bewohnern. Wohin man auch geht, so ihr Ansatz, man trifft überall auf die gleichen Menschentypen. Und jeder Schlag folgt den unumstößlichen Regeln, die ihm sein Sosein aufoktroyiert (<-- endlich kann ich mal wieder dieses wunderschöne Wort benutzen). Insofern sind Namen und Umgebungen zweitrangig, primär geht es darum, die einzelnen Charaktertypen zu erkennen.

Hat mich immer schon sehr beeindruckt, dieser Gedanke. Und da ich auch schon bisschen herumgekommen bin, kann ich sie in weiten Zügen tatsächlich bestätigen. Mir scheint, sie gilt ganz besonders bzgl. jener, die selbstverirrt dunklem Ehrgeiz folgen. Ihre Mechanismen sind derartig schlicht und durchsichtig, dass man sich oft genug einfach nur wundern kann. Einerseits halten sie sich natürlich für besonders raffiniert und überlegen, andererseits ist die Intention so niedrig angesiedelt, dass ihnen anscheinend gar nicht bewusst ist, wie zwangsläufig schmalgleisig sich das auf ihr Tun und Trachten auswirkt.

In den 80er Jahren gab's mal einen hübschen Slogan: Kaum sagt man ein kluges Wort, schon ist man Kommunist. Vor ein paar Jahrhunderten hätte man statt Kommunist vermutlich Ketzer gesagt, heute lässt sich dafür psychisch krank einsetzen - nur die Vokabeln unterliegen jeweiligem Zeitgeist, das Prinzip jedoch gilt zeitlos. Und so erstaunt es mich kein bisschen, dass ich nach jüngster Auseinandersetzung plötzlich Briefchen von mir unbekannten Menschen bekomme, die mir wegen angeblich schwerer Probleme mit gescheiterter Ehe und Kind dringend Therapie nahelegen. Auch Begriffe wie Verfolgungswahn und Depression fallen mal wieder, als hätte jemand entsprechende Bonbontüte rumgereicht, aus der sich Hinz und Kunz bedienten.

Nun, ich kenne diesen schmalspurigen Ablauf ja schon aus anderen Ecken der Welt. Und dass ich ihm schon öfter begegnet bin, macht ihn kein bisschen breitspuriger. Er folgt einfach nur einer gewissen Routine, die von ganz bestimmter Denkweise vorgegeben wird. Tja, und weil es auf angetragene Routinen eben auch routinierte Antworten gibt, war heute mal wieder Systemcheck angesagt. Und siehe da, mal wieder ein Passwort-Trojaner – na, wo kommt denn der Schlingel wohl her? Kann man ganz einfach rausfinden, wenn man sich nur bisschen Zeit dafür nimmt. Es ist Lazy-Saturday und Frau hat mittlerweile gewisse Übung. Natürlich ahnte sie schon vorher, wo das lumpige kleine Hottehü zuhause ist, aber etwas ahnen ist eines, definitiv wissen ganz anderes. Nu weiß sie, wo das Ställchen ist.

Meine Hütte ist jetzt wieder sauber. Aktuelle Passwörter sind alle ausgetauscht – die ollen, die den Besitzer wechselten, verbuche ich unter Souvenir-Souvenir. Möchte aber korrektheitshalber mal wieder all jene, die mir in der letzten Zeit Mails schickten, darauf hinweisen, dass sowohl Briefchen wie Adressen nun leider nicht mehr nur meiner Diskretionspflege unterliegen - stinknormales Netz-Risiko. Falls es jemanden tröstet – über meinereine sind sehr viel mehr Informationen durchgeflutscht. Realnamen und dergleichen mehr. Nein, ist nicht angenehm, aber da ich mittlerweile halt schon einschlägige Erfahrung mit solchen Attacken habe, seh ich auch deren Vorteile: Sauber dokumentieren, sichern, versiegelt zum Anwalt schicken und gelassen abwarten, was passiert. Solche Attacken sind nämlich nur dann ihren Absenderaufstand wert, wenn sie beim Empfänger die gewünschte Angst auslösen und unerkannt im Hintergrund wirbeln können. Diese Tür ist hiermit dicht. Und wer sie dennoch meint, einschlagen zu müssen, darf gespannt auf das sein, was ihn dahinter erwartet.

Ja, soviel zum angeblichen Verfolgungswahn, der in Wirklichkeit lediglich Umsicht ist, die auf Erfahrung fußt. Wer sie für übertrieben hält – nun, der soll meinethalben gierige Pferdchen und deren Besitzer durchfüttern, während er naiv darauf vertraut, dass alle Menschen so gut sind, wie sie von sich behaupten. Dass ich das Ställchen nicht mehr besuche, liegt auf der Hand – gibt nämlich Unterhaltsameres, als regelmäßige Wartungsarbeiten wegen Unwichtigkeiten.

Alles klar? ;o)

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die_huepfdohle - 8. Jul, 22:51
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Sun-ray - 8. Jul, 22:43
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Sun-ray - 8. Jul, 22:39
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die_huepfdohle - 8. Jul, 22:38
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sa_e_touran - 8. Jul, 22:30
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Sun-ray - 8. Jul, 22:17
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unglaublich - jetzt spielt dieser unbekannte mensch die...
Sun-ray - 8. Jul, 21:47
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Sun-ray - 8. Jul, 21:45
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eisenia - 8. Jul, 21:18
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Wie wärs denn mal mit Telefon, liebe Sunray ? :~)
sa_e_touran - 8. Jul, 21:16
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Sun-ray - 8. Jul, 20:58
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Hmmm ... vielleicht doch mal Telefon ?
sa_e (anonym) - 8. Jul, 20:57
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Sun-ray - 8. Jul, 20:43
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wieder daaa ..... jajajaaaa ..... giggel und unterbreite...
Sun-ray - 8. Jul, 20:23
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Schade, meine Liebe, daß Du auf sowas hoffst. Nicht,...
sa_e_touran - 8. Jul, 20:15
wieder da! wie schön! ich...
wieder da! wie schön! ich drück dich! deins. freude...
eisenia - 8. Jul, 19:47
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ich verlier die hoffnung nicht, dass du es irgendwann...
Sun-ray - 8. Jul, 19:38
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war auch nicht wirklich gut - aber das dafür voll...
Sun-ray - 8. Jul, 19:37
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Was Du immer aus meinen Ausrufezeichen machst ... Ist...
sa_e_touran - 8. Jul, 18:57
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